Die Gesellschaft Penta e.V. ist in den 1960-er Jahren entstanden aus den Entwicklungen der Wilhelmstraße 46 in 6640 Merzig (heute 66663), in der Annahme, dass die von den Mitgliedern einmal gegebene Bereitschaft auch tragfähig ist und diesen Verein, diese Struktur als Trittbrett in die Welt nutzen.
Geschichte der Gesellschaft Penta, e.V. seit 1965
Die „Gesellschaft PENTA e. V. – Gemeinnützige Gesellschaft für Pentadische Lehre und Praxis“ wurde am 5. Dezember 1963 in Saarbrücken beschlossen und begründet. Am 5. Januar 1964 erfolgte die Grundlegung des „Instituts für Pentalogie“ in Basel / Schweiz (Guggisberg). Die pentadische Bewegung war in voller Blüte mit Studiengruppen in Gelsenkirchen, Solingen, Essen, Düsseldorf, Dortmund, Hamburg, Wiesbaden, Frankfurt a. M., Köln-Frechen, München, Kassel, Wien. Expansion an allen Ecken und Enden, denn im Entstehen waren weitere Studiengruppen in Stuttgart, Mannheim, Amsterdam, Würzburg, Lüneburg, Hannover, Lindau / Bodensee, Landshut und Köln. Auch in den Niederlanden gabe es Ansätze in Amsterdam, Haarlem, Laren Nh., Arnheim, Rotterdam & ´s-Gravenhage. Federführend war dort G. J. L. Breuninghoff, Hilversum.
Der Vorstand bestand aus 1. Vorsitzenden, Herr Dr. habil. Hans Endres und 2. Vorsitzenden, Herr Fritz Guggisberg (zugleich Vertreter der Gesellschaft für die Schweiz), der Schriftleitund, Frau Gisela v. Reckowsky, der Kassenwartin, Fräulein Christa Weise und weiteren BeisitzerInnen, Frau Illa v. Herzberg, Herr Egon-Arthur Schmidt, Herr Gernot Brammer, Herr Henning Peters (er wird nach Zerfall der "Wilhelminischen Bewegung"/dem Institut für Pentalogie in Merzig in seinem Heim weitere Treffen mit neuen Leuten und einem pentalogisch interessierten Kreis weitertragen), Herr Michael Ebener (Vertreter der Gesellschaft für Frankreich), Herr Gerhard Breuninghoff (Vertreter der Gesellschaft für Holland).
Urheberschutz
In der Gründungssitzung ging es um Fragen zum Urheberschutz und dessen Durchsetzung. Das detailierte Protokoll kann in dem autobiografischen Werk von Christa & Alexandra Weise "Aus 1 mach 10 und 10 ist Eins - auf dem Weg ins dritte Jahrtausend. Eine pentadische Biografie" nachgelesen werden (in Vorbereitung).
Der weitere Verlauf dieser so wunderbar gestarteten Initiative aus der Blützeit der Pentalogie im letzten Jahrhundert war wenig spektakulär. Die Monatszeitschrift, <<Die (kosmische) Pentade>> wurde relativ regelmäßig herausgegeben, die Arbeitskreise florierten eine zeitlang, es gab allerdings kein signifikantes, dokumentiertes Wachstum des Vereins. Die Fähigkeiten der vorhanden Personen allerdings wurden sehr nachhaltig ausgebaut. Dies lässt sich z.B. an der detaillierten Prüfungsordnung erkennen, die damals erstellt und verfolgt wurde. Auf unserer ehemaligen Homepage, der erste Versuch aus dem Hause Weise-Steinmetz, die Pentalogie wieder mit neuem Flair zu füllen wurden die digitalisierten Pentaden hochgeladen. Vergleichsweise hoher Ansturm auf diese Zeitzeugen-Dokumente mit qualitativ hochwertigem Inhalt zeigten uns, dass es sich lohnt, die Originalunterlagen zur weiteren Verfügbarkeit zu digitalisieren und bereit zu stellen und eben auch, dass es ein ausreichend hohes Interesse in der Bevölkerung dafür gibt.
Hans Endres ist alsblad ausgetreten, hatte jahrelang sein eigenes Institut und unterhielt keinen weiteren Kontakt zur Merziger Gruppe. Fritz Gruggisberg war weit über Hans Müllers Lebzeiten in der Schweiz aktiv. Andererseits wurde der Verein nach dem Ableben von Hans Müller und der Auflösung der verbleibenden Personen im Haus Pentalpha in der Wilhelmstraße 46 auch nicht endgültig abgemeldet. Ob dies nun Absicht der meldenden Person oder Versehen eines unaufmerksamen Beamten war, lässt sich nicht rekonstruieren.
Aus einem Brief
Ein 1996 entstandener Brief von Christa an die verbliebenen ehemaligen Mitglieder des inneren Kreise um Hans Müller enthält folgende Textpassage und dient hier informativen Zwecken. Denn das Scheitern der Bewegung hatte einen ganz prägnanten Grund, der wichtig ist, zu verstehen:
"An drei Orten entwickelte, lebte und lehrte Hans Müller „durch Wort und Bild“: Gelsenkirchen, Saarbrücken und Merzig (=Wilhelmsstraße). Drei Zentren voller Kraft; Schwingungs-, Energie- und Leistungszentren. Zugleich Stätten der Ruhe und Harmonie. Und der Freiheit. Wie das „Auge im Taifun“. Anregend, stimulierend, auch provozierend für die meisten Menschen, die den Weg dahin fanden. Manche blieben, manche kamen wieder, manche gingen hindurch.
Jeder, der Pentalogie studiert, muss sich fragen: wo ist der „Ort der Kraft“ geblieben, der hochorganisierte Schwingungskomplex, gebildet aus der Arbeit und dem Verzicht Hans Müllers und der Arbeit am Sein aller mit Pentalogie in Berührung gekommener Menschen? Wie die Schichten im Pentagramm waren diese Orte, zuletzt in der Wilhelmstraße (Merzig), aufgeschichtetes Leben. Wo ist es? Zerstoben wie das Werk Hans Müllers. Einerseits mausoleumsartig gehütet von einer quasi geschlossenen Gesellschaft, andererseits zerrissen, namenlos gemacht, pekuniär genutzt ohne Verpflichtungen, vermischt, verwässert, beliebig gemacht. Pentalogie von Hans Müller - ein Steinbruch geworden für Egoismen. Ohne materialisierten Ort der Kontinuität, an dem es sich leichter sein und an sich arbeiten, wo es sich „auftanken“ lässt.
Wie kann einer Pentalogie lehren, der dem Scheitern der Bewegung samt Wilhelmstraße verständnislos gegenübersteht? Wie kann einer Pentalogie als Mittel der Selbsterkennung lehren, der Reflexion nicht ständig übt und darüber auch zu kommunizierten versteht? Was bewirkt die Welterkenntnis, wenn die Selbsterkenntnis nicht funktioniert? Was ist das „Systemwissen“ ohne Eros, den Göttlichen, den daimon, der „die Kluft erfüllt zwischen den Unsterblichen und den Sterblichen, und der das Weltall zusammenhält“?
Ja, wo ist die Liebe geblieben in der Wilhelmstraße, und das Erbarmen? Die Einsicht, dass Hans Müller diesseits und jenseits von Magier, Meister, Forscher und Künstler auch M e n s c h war? Mensch, der altert, der das Recht hatte aufs Altern mit all seinen eigenartigen, skurrilen, befremdlichen Erscheinungen, mit Minderungen und teilweisen Umkehrungen früherer Anschauungen?"
Eine wichtige Frage. Im Zuge einer Reaktivierung des Vereins 1995 wurde mit Hilfe einer kleinen Interessentengruppe neue Pläne geschmiedet und neue Initiativen gegründet.
Der Verein verblieb allerdings im Land zwischen den Grenzen. Es gab kein Voranschreiten, aber auch kein Zurück. Immer war der Impuls, der Wunsch und das Wollen da, die Zeit war nicht reif.