Gesellschaft Penta e.V.

Hans Müller

1898–1985

Leben, Kunst und Pentalogie

Hans Müller (1898–1985) war Künstler, Autor und Begründer der Pentalogie. Sein Werk verbindet Malerei, philosophische Überlegungen und eine Methode zur Menschenkenntnis, die 10 Zahlen und die geometrische Fünfheit des Pentagramms miteinander in Beziehung setzt. Sie beschreibt damit anschaulich eine Verbindung zwischen einem Menschen in/und einem „psychologischen Jetzt“.

Die Gesellschaft Penta e.V. bewahrt unter der Leitung von Dr. Alexandra Weise die Erinnerung an ihn, erschließt seine Schriften und macht sein künstlerisches Schaffen zugänglich. Diese Seite führt durch sein irdisches Leben und verknüpft die Biografie mit den schriftlichen Quellen und dem Bildernachlass.

Von Oschersleben nach Merzig

Deutschlandkarte mit verbundenen Stationen: Oschersleben, Aachen, Koblenz, Berlin, Gelsenkirchen, Saarbrücken und Merzig.

Biografische Stationen in Deutschland:

Die Listung folgt der benannten Reihenfolge; die Karte zeigt die heutige Landesgrenze. Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

Hans Müller wurde am 5. Dezember 1898 in Oschersleben geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Aachen. Die mündlich überlieferte Biografie beschreibt seine frühe Naturverbundenheit und sein Interesse an Technik, Kunst und philosophischen Fragen. Diese ungewöhnliche Verbindung prägte sein Leben und sein Werk. Er arbeitete als Maschinenbauingenieur und widmete sich zugleich der Malerei.

Über Gelsenkirchen und Saarbrücken führte sein Lebensweg nach Merzig im Saarland. Das Haus in der Wilhelmstraße, auch Haus Pentalpha genannt, wurde ein Ort des Schreibens, Lehrens, künstlerischen Arbeitens und des gemeinsamen Alltags. Dort entstanden Veröffentlichungen im Eigenverlag und Arbeitskreise zur Pentalogie. Nach Angaben von Dr. Alexandra Weise erstreckte sich das Netzwerk dieser Arbeitskreise in den 1960er- bis 1980er-Jahren über ganz Europa.

Christa Weise war in dieser Entwicklung eine wichtige Mitarbeiterin und Gefährtin. Die Gesellschaft Penta würdigt ihren Beitrag zur Lehre, zur Arbeit im Verlag und zum Zusammenleben im Haus. Das Ende dieser Zeit in der Wilhelmstraße ließ sich trotz ihrer großen Bemühungen nicht abwenden. Zahlreiche hinterlassene Notizen zeugen von der Intensität dieser Zeit. Eine sorgfältige Dokumentation berücksichtigt Christa Weises Anteil ebenso wie die Beiträge weiterer Menschen aus dem Umfeld der pentadischen Bewegung.

Hans Müller starb 1985 in Merzig. Seine Schriften und Bilder bilden den Ausgangspunkt für die heutige Arbeit an seinem Nachlass.

Ein Werk in mehreren Ausdrucksformen

Die Malerei gehört ebenso zu Hans Müllers Vermächtnis wie seine Bücher. Mandalaartige Kompositionen, symbolische Gesichter und Landschaften zeigen eine eigenständige Bildsprache, die sich zum Teil durch sein schriftliches Werk genauer erschließt. Präzision, Farbgebung und Ausdrucksstärke verleihen den Bildern ihren besonderen Charakter. Seine Technik wurde als „Psychodynamische Malerei“ bezeichnet.

Zu den schriftstellerischen Werken zählen das (sehr archaisch, mit vielen Zitaten aus unbenannter Quelle geschriebene) Buch Pente, tiefgehende Arbeiten zur Numerologie in vier Teilen und weiterer Ausarbeitung zu den Zahlen bis 160, diverse Lehrhefte und -bücher.

Die Typenlehre stellt einen eigenständigen Zweig dar, weil sie von der sozialpädagogischen Perspektive herangeht. Die Kosmologie und Das strahlende System des menschlichen Geistes sind in Alexandras Perspektive die wissenschaftlichsten Werke, sie sind nah am Grenzwissenschaftlichen, an Quanten- und Energiephysik. Im vorhandenen Literaturbestand finden sich außerdem "Das Zahlengesetz" von Marie-Claire Degot, einer langjährigen Begleiterin, Schülerin und Freundin von Hans & Christa, sowie mittlerweile viele Werke und Zusammenstell-ungen von Henning Peters.

Nach dem Tod von Barbara Wacker im Jahr 2023, die als Künstlerin zu Hans Müller fand und ihn ab 1980 bis zu seinem Tod 5 Jahre später im Haus am Wald betreute, erhielt Alexandra weitere Ölgemälde und zahlreiche Grafiken aus ihrem Bestand. Die Sammlung wurde in Bad Wildungen abgeholt. Reinigung, trockene Lagerung und die weitere Erschließung der Bilder und Grafiken sind ein fortlaufender Prozess.

Weitere Zugänge

Der Künstler

Ölgemälde, symbolische Motive und ein eigenständiger Zugang zur Farbe.

Der Autor

Bücher, Lehrhefte und die Publikationen aus dem Umfeld des Hauses Pentalpha.

Neuauflagen & geplante Veröffentlichungen.

Die Pentalogie

viele Fragen, klare Antworten. Ein Text, der Dich aufklärt:)

Eine Einordnung in den gesellschafts-wissenschaftlichen Bereich von Nina Waigel-Tichy & Dr. Alexandra Weise

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